Schokolade, wie man dieses unvergleichliche Vergnügen aus dem Kern der Kakaofrucht im Volksmund nennt, ist unsere zweite große Leidenschaft

 

 

Wenn Sie Schokolade lieben, lassen Sie sich von uns verführen. 

 

Wir erstellen köstliche Gebäcke und Naschereien aus feinster Schokolade. Unsere Kakao-/Schokoladenlieferanten gehören zu den besten Chocolatieren der Welt. Sie finden bei uns u.a. Produkte der italienischen Marke Domori, dem Schutzengel der seltensten, wertvollsten und mit Abstand besten Kakaobohne, der Chriollo. Domori ist zudem häufig Hersteller der weltbesten Einzelsortenschokolade des Jahres (bei uns erhältlich). Des weiteren führen wir Produkte der Hersteller Valrhona, dem Schokoladen-Zauberer aus Frankreich, Coppeneur, dem Premium-Chocolaterie aus Deutschland sowie Blanxard der führenden Marke aus Spanien.

 

 

Die Geschichte des Kakaos:

Sie beginnt 1500 v. Chr. Während der vorklassischen Periode entwickelte sich die Kultur der Olmeken, die wie wir heute wissen als erste Schokolade genossen. Die Olmeken siedelten im fruchtbaren Tiefland am Golf von Mexiko.

 

Vor ca. 3000 Jahren kultivierten sie die Pflanze und erfanden: Kakao.

 

Da die Olmeken auch starken Einfluss auf umliegende Kulturen genommen haben und mit diesen Handel trieben, dürfte auch den Nachbarvölkern der Olmeken die Schokolade bekannt gewesen sein.
Der bislang älteste Nachweis von Kakao wurde auf Tongefäßen aus Honduras gefunden. Auf den Scherben von Gefäßen aus der Zeit um 1150 vor Christus konnte Theobromin nachgewiesen werden, ein Stoff der in Mittelamerika nur in Kakao vorkommt. Die Funde erlauben aber kaum Rückschlüsse darauf, ob das Getränk aus dem Fruchtfleisch oder den Kakaobohnen hergestellt wurde.

 

1300 Jahre später, 300 nach Christus wurde Kakao bei den Maya als heiliges Getränk verehrt. Die Rezepturen waren süß bis scharf.
Noch heute kennen die Maya-Stämme in Guatemala über 1000 Rezepte.

Kakao war bei den Maya wie generell in seiner langen Geschichte kein Massenprodukt, sondern ein Getränk, das dem Adel vorbehalten war. Um die große Bedeutung des Kakao und seine hohe Stellung deutlich zu machen, muss man sich nur vor Augen halten, das Kakaobohnen bei den Maya und auch bei den Azteken als Zahlungsmittel verwendet wurden. Einige Maya Stämme betrieben zudem regen Handel mit Kakaobohnen, nicht nur untereinander, sondern auch mit Nachbarreichen, wie dem Stadtstaat Teotihuacán, der bis etwa 600 n. Chr. das Tal von Mexiko und weitere Gebiete Mittelamerikas beherrschte. Besonders die Chontal-Maya (auch Putún genannt) waren dank ihrer ergiebigen Anbaugebiete im Osten der Region Tobasco zu Reichtum gelangt. Der rege Handel bestand auch nach dem weitgehenden Zerfall der Maya-Reiche zur Zeit der Azteken weiter, mit denen die Maya ebenfalls regen Handel betrieben.


1300 nach Christus - Die Schokolade hatte bei den Azteken einen sehr hohen Stellenwert. Der Genuss blieb dem Königshaus, dem Adel und hohen Würdenträgern, sowie den Fernhandelskaufleuten und Kriegern vorbehalten.

 

Der Kakao diente aber nicht nur als Genussmittel, sondern wurde auch als Zahlungsmittel verwendet. Wieviel genau eine Kakaobohne zur Zeit des Aztekenreiches wert war, wissen wir heute nicht mehr, aber die Währung der Kakaobohnen bestand auch unter spanischer Herrschaft fort. Aus dem Jahre 1545 ist uns eine Preisliste verschiedener Waren überliefert, daraus ein kurzer Auszug:

  1. Ein Truthahn hat einen Wert von 200 Kakaobohnen.
  2. Ein Hase oder Waldkaninchen ist je 100 Kakaobohnen wert.
  3. Eine große Tomate entspricht dem Wert einer Kakaobohne.
  4. In Maishülsen gewickelter Fisch ist 3 Kakaobohnen wert.
    (Quelle: Anderson, Berdan, Lockhart (1976))

Wie bei jeder Währung wurden auch Kakaobohnen „gefälscht“. Man ließ sie zum Beispiel in Wasser aufquellen oder gab den Bohnen künstlich eine aschgraue oder fahlrote Farbe, die Farbe der edelsten Kakaosorten. Das Fälschertalent der Azteken war so ausgeprägt, dass sie nach der Eroberung durch die Spanier begannen, deren Gold- und Silberwährung zu fälschen.

 

Auf Kolumbus 4. Reise, die am 9. Mai 1502 begann und ihn am 15. August 1502 nach Guanaja führte, traf er als erster Europäer auf Kakao. An diesem Tag traf der Admiral Kolumbus auf ein vollbeladenes Handelskanu der Maya. Kolumbus ließ das Kanu entern und Besatzung sowie die Ladung auf seine Karavelle bringen. Dabei beobachteten die Spanier, dass sich, wo immer eine Kakaobohne herunterfiel, sofort mehrere Eingeborene bückten, um sie aufzuheben. Warum die Eingeborenen diesen Bohnen so viel Bedeutung zumaßen, blieb Kolumbus aber mangels eines Dolmetschers verborgen. Kolumbus selbst hat nie Schokolade probiert.

 

Nachdem das durch Maya bevölkerte Yucatán um das Jahr 1517 besetzt wurde, begann Hernan Cortes im Jahre 1519 mit der Eroberung des Aztekenreiches im heutigen Mexiko. Der Feldzug gegen die Azteken endete im Jahre 1521 mit dem Sieg der Spanier. Bald schon erkannten die Spanier, welche große Bedeutung der Kakao für die Maya und Azteken hatte. Besonders die Eigenschaft, dass Kakaobohnen als Zahlungsmittel galten, wurde von den Spaniern begeistert aufgenommen und diese Funktion behielten die Bohnen auch noch lange während der spanischen Kolonialzeit.

Das bittere Kakaogetränk aber wirkte auf die Spanier zunächst abstoßend. „Sie schien eher ein Getränk für Schweine zu sein als für die Menschheit“, schrieb der Italiener Benzoni (1575) und war damit nur einer unter vielen, die dieses neue Getränk ablehnten. Das gleiche galt aber auch für andere typische Produkte aus Mittelamerika, wie zum Beispiel Mais.

Die Idee, die Schokolade mit Rohrzucker zu süßen verhalf dem Getränk zum Durchbruch und wurde schließlich zu einer Art spanischem Nationalgetränk. Noch heute gehört die Trinkschokolade zum traditionell spanischen Frühstück.

Von Spanien aus schließlich eroberte der Kakao zu Beginn des 17. Jahrhunderts ganz Europa und wurde im 18. Jahrhundert zum Statussymbol der Aristokraten.

Vermutlich erreichte die Schokolade nach Spanien (und Portugal) als nächstes Italien. Nachdem die Italiener die spanische Schokolade kennengelernt hatten, begannen sie eigene Rezepte zu entwerfen. So dürfte es eine italienische Erfindung gewesen sein der Schokolade kräftige Duftstoffe, wie z.B. Jasmin, Amber und Vanille hinzuzufügen und damit die alten amerikanischen Gewürze zu ersetzen. Außerdem begann man Rezepte mit frischen Schalen von Zitronen und Limonen anzuwenden.

 

Einer der Ersten in Frankreich von dem wir wissen, dass er Schokolade zu sich nahm war Alphonse de Richelieu der Kardinal von Lyon. Er soll bereits vor 1642 Schokolade als Medikament benutzt haben um seine Anfälle von Melancholie zu mildern. Wie der französische Staat, so war auch die französische Wirtschaft stark zentralisiert. Dies drückte sich auch darin aus, das König Ludwig XIV. im Jahre 1659 dem Geschäftsmann David Chaliou ein landesweites Monopol auf Schokolade überließ. Ebenso wie nicht jeder mit Schokolade Handel betreiben durfte, so war auch der Genuss von Schokolade streng dem Adel vorbehalten.

 

Die Schokolade erreichte England etwa um 1650. Nachdem 1655 englische Truppen Jamaika erobert hatten wurden die dort von Spaniern errichteten Kakaoplantagen zu den Hauptlieferanten Englands. Im Unterschied zum monopolisierten Handel in Frankreich, wurde Schokolade in England von vielen kleinen Händlern verkauft und auch der Zugang zur Schokolade stand jedem frei der das nötige Kleingeld hatte. Die Schokolade wurde in England in allen Kaffeehäusern angeboten. Im Unterschied zum restlichen Europa, wo man die Schokolade aus Tassen trank, wurde sie in England ebenso wie der Kaffee aus Tellern getrunken.

 

Schokoladenproduktion

Die generellen Arbeitsschritte nach der Ernte der Kakaofrucht und dem "Freilegen" der Kerne, den Kakaobohnen, sind: fermentieren - trocknen - sortieren - rösten - schälen - brechen - malen (Fett (Kakaobutter) tritt aus und vermischt die Masse zu einer festen klebrigen Masse)- (ggf. anschließend mischen mit anderen Zutaten wie (Rohr-)Zucker und Gewürzen) - walzen und abschließend conchieren (höchstwertige Schokoladen, wie Sie sie bei uns finden, werden bis zu 90 Stunden gerührt!)

Das Walzen und Conchieren per Hand werden wir gleich anschaulich und auch sinnlich im Film vorgeführt bekommen.

Interessantes

Medizin und Schokolade:

Im Europa des Mittelalters herrschte eine wertlose und oft sogar schädliche Zusammenstellung medizinischer Theorien auf der Grundlage, der aus der griechischen Antike überlieferten Humoralpathologie. Die Theorie der Humoralpathologie besagt, dass die Krankheiten durch eine fehlerhafte Mischung der Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle) entstehen. Diesen vier Körpersäften werden die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde, sowie die Temperamente (Gemütszustände) gleichgesetzt. Diese Theorie wurde von Galen (geboren ca. 130 v. Chr.) erweitert. Er behauptete, dass die Körpersäfte jeweils heiß oder kalt und feucht oder trocken sind (Blut ist zum Beispiel heiß und feucht). Galens Hauptlösung zur Behandlung von Krankheiten bestand darin, mit Gegensätzen zu heilen, so behandelte er „heißes“ Fieber mit einem „kalten“ Heilmittel. Da Galen der Ernährung eine große Rolle beimaß, wurden alle Nahrungsmittel diesem System eingeordnet. Damit die Schokolade in Europa Fuß fassen konnte, musste auch sie in dieses fehlerhafte System eingeordnet werden. Der spanische Hofarzt Francisco Hernández kam um 1570 nach Mittelamerika, um im Auftrag Philipp II. die einheimischen Pflanzen zu untersuchen. Den Kakao klassifizierte er als „dem Wesen nach gemäßigt“ mit einer Tendenz zum „Kalten und Feuchten“. Somit war Schokolade ideal bei heißem Wetter und zur Behandlung von Fieber.


Das Wichtigste in Kürze

Ab etwa 1846 konnte Schokolade auch industrielle gefertzigt werden. Es entstand die Tafel Schokolade.

Schokokino: Werbespots von vor 70 Jahren preisen den hohen Kaloriengehalt der Schokolade als gesunden Vorteil an!

1912 kostete eine Tafel Schokolade so viel wie 20 Brötchen.

Schokolade wird auf der ganzen Welt, unabhängig von Alter und Geschlecht oder Bildungsstand genossen.

Kakao wird seit über 3000 Jahren kultiviert und auf unterschiedliche Art zubereitet.
Carl von Linee gab dem Kakaobaum seinen Namen: “Theobroma cacao L.” = “Speise der Götter” 

Die für die Kakaoerzeugung wichtigsten Sorten sind Criollo, Forastero und Trinitario.

Kakao ist seit etwa 700 Jahren in Europa als Getränk bekannt. 

Das Haus unserer KaffeeBar ist ca. 300 Jahre alt. :  )

Der Papst entschied seinerzeit, dass der Kakao ein Getränk und kein Nahrungsmittel ist und somit die Fastenzeit nicht bricht, :  ) - wir haben Glück. 

Die Zubereitung der Schokolade ist erst möglich, seitdem die Kakaobutter gewonnen/getrennt werden kann. Kakaobutter wird in der Kosmetik für Cremes und Seifen und auch für Arzneimittel eingesetzt. Kakaobutter ist ein Stoff, gegen den erstaunlicherweise keine! Allergien bekannt sind.


Kaffee und Kakao haben einiges gemeinsam

Kaffeestrauch und Kakaobaum wachsen rund um den Äquator (20° ober- und unterhalb)

Bohnen werden erst fermentiert, dann getrocknet und in die Schokolade produzierenden Länder exportiert. (Nur 2 der erntenden Länder produzieren auch selbst Kakao)

Die Rohbohnen werden an der Weltbörse zu einem Tagespreis gehandelt

Sorfälltige Kaffee- und Kakaoernte ist “Handarbeit” Es werden keine Maschinen eingesetzt.

Die Rohbohnen werden geröstet  - und danach wird noch ein Häutchen entfernt. Beim Kaffee passiert das automatisch (Häutchenabscheider des Rösters) beim Kakao muss es aufwändig per Hand gemacht werden.

Beide Bohnen bieten ein unglaubliches und nicht gänzlich entschlüsseltes Gemisch aus Inhalt und Aroma:

Nur einmal drei (des Kakaos) herausgegriffen:

Koffein - Leistunssteigerung, Anadamid und Phelylethylamin, 2 Stoffe, wie sie auch in Haschisch und Morphium vorkommen und das Glücks- und Lustempfinden steigern, stimmungsaufellend wirken. (20 Kg. Vollmilchschokolade wären für einen Rausch nötig).

 

Die Schokolade erreichte Deutschland zu Beginn des 17. Jahrhunderts, nachdem sie bereits in den anderen europäischen Ländern bekannt war. Dies zu einer Zeit als es Deutschland als geschlossenen Staat nicht gab und das, was wir heute als Deutschland kennen, noch aus vielen einzelnen unabhängigen Ländern bestand. Die Schokolade wurde in Deutschland lange Zeit nur als Medizin und Stärkungsmittel in Apotheken vertrieben. Eine der ersten Möglichkeiten Schokolade zum Genuss zu sich zu nehmen bot die 1673 in Bremen gegründete Kaffeestube des Niederländers Jan Jantz von Huesden. Er hatte für ein halbes Jahr die Lizenz erhalten, ausländische Getränke wie Kaffee und Schokolade in Bremen herzustellen und anzubieten.


 

 

PS: Für diese Seite haben wir zu Ehren von Hérnan Cortés, der die Kakaobohne nach Europa gebracht hat, spanische Musik aufgelegt.